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8/27/14

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panpanstyle: Couponing in Deutschland - Teil 1: Grundlagen schaffen

Wer, wie ich, immer versucht, ein wachsames Auge auf das Haushaltsbudget zu haben, kommt an Coupons kaum noch vorbei.
Auf TLC zeigen uns Extrem Couponer regelmäßig, wie man Massen an Waren für meist quasi umsonst bekommen kann. Soweit können/wollen wir nicht gehen, hier könnt Ihr, wenn das Thema für Euch neu ist oder Ihr an einer anderen methode interessiert seid, meine, wesentlich moderatere Art des sparsamen Shoppens kennen lernen.

Dies ist Teil1 einer dreiteiligen Serie zum Thema Couponing und clever einkaufen. 

This post is written only in German, since it contains grocery shopping tips for German stores solely . Please use any web translatotion tool of your choice to read this post in English or any other language. Thank you :)




Ich nutze schon seit Jahren hie und da Gutscheine, auch Coupons genannt. Doch vor einigen Monaten veränderte sich etwas: plötzlich gab es nicht mehr nur Coupons von Drogerieketten und Baby-Versorgern aller Art; nein, ich fand per Zufall welche für Tiefkühl-Pizza, Käse und Saft! 
Als ich kurze Zeit danach das erste Mal mit einem Käse für 65 Cent nach Hause kam, war ich fest entschlossen, weiter zu suchen und unser selbst auferlegtes Budget für Lebensmittel und Haushalt weiter zu unterbieten. So entstand meine jetzige Methode, einzukaufen. Sie umfasst die ausgiebige Nutzung von Coupons, wenn möglich ausschließlichem Kauf von Angeboten, heruntergesetzten Artikeln und No-Name Produkten, sowie gründlicher Vorbereitung und sorgfältiger Lagerung meiner Schätze. Ich bin bei weitem noch kein "alter Hase" oder Profi, aber ich schaffe es mittlerweile immerhin zwischen 30 und 50%  des Budgets zu sparen.

In den drei Artikeln dieser Serie werde ich über die folgenden Dinge schreiben:

Teil 1 -  Grundlagen schaffen:

- Wie kaufst du ein? Und wie geht es besser?
- Wie man Preise vergleicht und gute Angebote identifizieren lernt
- Wie man Einkäufe planen kann
(dieser Teil richtet sich an diejenigen unter euch, die bisher meist spontan das gekauft haben, wozu sie grad Lust hatten und keine Planung /Einkaufszettel etc nutzen)

Teil 2 - Alles über Coupons:

- welche Arten von Coupons gibt es
- wo man Coupons bekommen kann
- wie Coupons funktionieren
- was sonst noch zum Couponing benötigt wird
- wie man seine Coupons organisieren und aufbewahren kann

Teil 3: Einkaufen mit Plan und Coupons:

- welche Vorbereitungen sinnvoll/ notwendig sind
- Im Geschäft den Überblick behalten
- Sonderangebote OHNE Coupon nutzen
- wie werden Coupons an der Kasse abgerechnet


1. Wie kaufst du ein und was kannst du ändern?

Oft kann ich in Supermärkten sehr bunt gemischte Einkaufswagen bestaunen, in die Ihre Besitzer scheinbar wahllos und spontan die unterschiedlichsten Artikel, meist in Stückzahlen zwischen 1 und 2 geworfen haben.
Bist du auch so jemand? Dann ändern wir das ;) In den folgenden Tagen wirst du deine Kassenbons aufheben, eine Liste führen, was du von deinen gekauften Produkten verbraucht und was weggeworfen hast, du wirst vielleicht neue Geschäfte kennen lernen und feststellen, dass du den Joghurt, den du immer kaufst woanders günstiger bekommst, was an sich aber egal ist, weil deine Liste dir zeigt, dass du die Hälfte davon immer weg schmeißt ;)

Woche 1:

Fangen wir an.
Frage: was hast du in deinem Kühlschrank, im Eisfach/ TK-Schrank, Vorratsschrank/keller/ HWR /Knabberschublade? Nimm dir etwas zu schreiben und die Zeit, eine gründliche Inventur deiner Vorräte zu machen. Damit meine ich sowohl Lebens-und Genussmittel, als auch alles zum Waschen/Putzen, Kosmetik, Hygiene, Grundversorgung (Batterien etc.)
Folgende Spalten sollte die Liste haben:

Produkt
Marke
Geschäft
Menge im Vorrat
Packungsgröße
Preis (alt)
Preis (neu)
Haltbarkeit
Verbraucht
Entsorgt






















Diese Liste gibt dir in erster Linie ein Bild von dem, was du im Haus hast, zeigt dir, was du bald nach kaufen solltest, was lieber nicht und, wenn du dir die Haltbarkeitsdaten angesehen hast, auch, was besser bald aufgebraucht werden sollte. Außerdem kannst du dir über "Schrankleichen" Gedanken machen, also Produkte, die du gekauft aber noch nie benutzt hast. 

Im weiteren Verlauf dieser Serie werde ich dir meinen eigenen Einkaufsplaner vorstellen. Das ist eine kleine, selbst gebastelte Excel Datei, mit der ich meine Einkäufe plane, meine Vorräte im Auge behalte und sehe, wie viel ich ausgegeben und gespart habe. Ich werde sie hier auch zum kostenlosen Download anbieten.

Hast du einen "Werbung einwerfen nein danke" Aufkleber am Briefkasten? Runter damit! In Zukunft wirst du Werbebeilagen benötigen, um immer zu wissen, was wo im Angebot ist. Einige Prospekte und kostenlose Tagesblätter enthalten auch ab und zu Coupons, die Chance solltest du nutzen.
Falls dir das sich ansammelnde Altpapier Sorgen macht: in vielen Gemeinden gibt es mittlerweile Annahmestellen, bei denen man sein Altpapier für ein paar Cent das Kilo verkaufen kann.





In den kommenden Tagen erkunde, wenn du das nicht sowieso schon machst, die Supermärkte und Discounter deiner Nachbarschaft. Wie weit du laufen/radeln/fahren willst, musst du selbst entscheiden. Letztlich wirst du später in kein Geschäft gehen, dass zu weit "ab vom Schuss" liegt, also nimm besser die, die auf deinem täglichen Weg liegen oder sehr nah daran.
Nehmen wir mich als Beispiel: ich habe "fußläufig" erreichbar: 1 Lidl, 1 Aldi, 3 (!) Netto Markendiskounts, 1 REWE, 1 Netto mit Hund, 1 Kaisers, 1dm und 1Sonderpostengeschäft, Mit dem Auto schnell erreichbar sind 1 Rossmann, 2 Kaufland, 1 Tedy, 1 weiterer Lidl, 1Kik, 1 weiterer Netto Markendiscount und ein weiterer Sonderpostenladen; um zu einem großen Real und einem Edeka, sowie 2 weiteren dm´s und Rossmännern zu gelangen, müsste ich die S-Bahn nehmen, das kommt also nur in Ausnahmefällen in Frage. 

Mit Erkunden meine ich nicht zwingend, dass du dir extra Zeit dafür nehmen sollst. Statt immer in das selbe Geschäft zu gehen (was du vielleicht sowieso mehrfach in der Woche machen würdest) teile deine Einkäufe doch einmal auf und besorge das eine hier, das andere dort. So bekommst du fast nebenbei einen ersten Überblick über die unterschiedlichen Sortimente.
Vergiss nicht, aus jedem Geschäft einen Prospekt mit zu nehmen.

Kaufe in der ersten Woche deine gewohnten Produkte und hebe die Kassenbons auf. Deine Einkäufe trage in deine Liste ein; die Preise kommen in die Spalte "Preis alt" Wenn du etwas verbrauchst oder weg wirfst, trage das ebenfalls ein.

Am Ende der Woche siehst du, wie viel du wo wofür ausgegeben und was du tatsächlich verbraucht hast.

Woche 2:

Zugegeben, diese Woche wird etwas aufwendiger, aber es wird sich lohnen!

Nimm dir am Wochenende zeit, deine gesammelten Prospekte für die kommende Woche zu studieren und suche nach Angeboten, die dich interessieren.

Die Grundregel lautet: es darf nicht mehr kosten, als das, was du bisher ausgegeben hast!

Alternativ kannst du für die meisten Märkte und Discounter auch online die aktuellen Prospekte finden.

Deine Einkaufsliste:
Liste alles auf, was in der kommenden Woche benötigt wird. Nebenher empfiehlt es sich, grob zu wissen, was du kochen willst. Ich notiere mir einfach jede Woche 7 verschiedene Menüs, passend zu meinen Vorräten und den Vorlieben der Familie. Was dann noch fehlt, kommt auf die Liste.

Alles, was du nicht über Angebote kaufen kannst/willst, kaufst du n der 2. Woche soweit möglich NUR über sogenannte "No-Name" Produkte. Das sind Eigenmarken der Geschäfte, meist unten in den Regalen zu finden und meist die günstigste Alternative.
Im Lauf der Woche wirst du dann sicher merken, welche dieser Produkte du weiter nehmen willst und welche lieber doch nicht. In anderen Supermärkten kannst du in der Regel das selbe Produkt von anderen Eigenmarken finden und diese später probieren.
Bei uns ist Weichspüler z.B. so ein Kandidat: die Eigenmarken kosten im Schnitt 85 Cent, aber ich habe noch keine Sorte gefunden, die wir alle mochten, bzw. die für meinen Geschmack lang genug duftete. Also bleiben wir hier bei den bekannten Marken, ALLERDINGS kaufe ich Weichspüler nur, wenn er für weniger als 1 Euro im Angebot ist.
Führe auch in der 2. Woche deine Liste und trage die Preise für Produkte, die du bereits in Woche 1 gekauft hast in Spalte "Preis neu" ein.

Wenn alles gut gelaufen ist, hast du am Ende dieser 2. Woche bereits die ersten Ersparnisse eingefahren und vielleicht das ein oder andere Produkt kennengelernt, das du ab sofort nicht mehr als teure Marke kaufen musst.

Ein letzter Hinweis:
Wenn du bisher auf Bio-Produkte und nachhaltig produzierte Artikel, sowie regionale Produkte gesetzt hast, kannst du das auch weiterhin tun; es wird nur etwas aufwändiger.
Einige Märkte, z.B. Netto, Aldi, REWE und Kaufland haben eigene Bio-Linien, die zu testen sich lohnt (wir kaufen von diesen Eigenmarken regelmäßig). Leider gibt es noch zu wenige Coupons für Bio-Produkte, Bio-Couponing ist wesentlich schwieriger als unser "normales" Couponing.
Eine weitere Alternative wäre, wenn du weiterhin die gewohnten Lebensmittel kaufst, jedoch bei Körperpflege und Haushalt auf Coupons setzt - auch hier gibt es einige umweltfreundliche Alternativen. 

Das alles hat jetzt noch nicht viel mit Coupons zu tun? In gewisser Weise doch, denn es kommt nicht nur darauf an, tolle Gutscheine zu finden und zu nutzen, sondern insgesamt günstiger, aber auch bewusster einzukaufen.
In Deutschland steckt Couponing noch in den Kinderschuhen, es gibt noch nicht all zu viele davon und auch noch nicht ll zu viele "Couponer", daher sollte man immer versuchen, alle sich bietenden Angebote zu nutzen. Die Basis dazu haben wir jetzt gelegt.

Im zweiten Teil dieser kleinen Serie gehen wir dann ans Eingemachte: Alles rund um Coupons, wo und wie man sie bekommt; was Cashback Aktionen sind, nützliche Apps für dein Smartphone; wie du deine Coupons am besten organisieren kannst und welche Regeln beim Einkaufen mit Coupons und Cashback gelten.

Bis dahin, happy discount shopping ;)

xox Mone
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